Wie alles begann…

Ich habe 1992 auf anraten eines TCM-Akkupunkteurs meine Tai Chi Chuan Ausbildung begonnen, da ich am Ende meines Studiums nervlich sehr labil war. Auch nach dem Umzug nach Nordfriesland hat mich Tai Chi Chuan nie wieder losgelassen. Den ersten, kurzen Einblick, den Clemens Speer mir vermitteln konnte, ist wie eine Glut immer in meinem Herzen geblieben.

Aus dieser Zeit hatte ich ein Gefühl dafür, was in der Form (dem Bewegungsablauf) stecken könnte. In der Pekingform konnte dieses Gefühl nicht befriedigt werden, trotzdem hat es mir auf meinem Entwicklungsweg weiter geholfen. Vielleicht hätte ich ohne diese Überbrückungsmöglichkeit auch ganz aufgehört.

Denn Tai Chi Chuan erfordert viel Disziplin, die für mich schwer ohne Unterricht aufrecht zu erhalten war. Nach der Geburt meiner beiden Kinder und einer schweren Erkrankung wollte ich mehr über das Tai Chi Chuan wissen und entschloss mich 1998 wöchentlich nach Dänemark zur Ausbildung zu fahren.

Im Sommer 2000 lernte ich Sifu John Ding bei einem Workshop kennen und wusste sofort, dass ist mein Meister. Heute weiß ich, dass viel mehr im Tai Chi Chuan steckt als ich jemals ahnte und sicher auch als ich heute weiß.

Sifu John Dings offene und anschauliche Art zu unterrichten ermöglicht ein entspanntes, effektvolles Lernen.Seine Chi-Demonstrationen sind beeindruckend und nicht zu beschreiben. Man kann es nur am eigenen Körper erfahren.

Und in all seinem Können ist er vor allem eines – ein Mensch! Ein warmer offenherziger Mann, der alles gibt, wenn er merkt, dass jemand aufrichtig und engagiert am Tai Chi Chuan interressiert ist. Ihn interressiert es nicht wieviel Workshops jemand besucht hat oder wieviel Stile und Formen er beherrscht. Einzig und allein zählt, ob man die Prinzipien berücksichtigt.
Das ist das Herz des Tai Chi Chuan!

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